Gelebte Vielfalt mit Wirkung

Für eine vielfältige Gesellschaft braucht es einen langfristigen Blick und umfassende Bemühungen anstatt punktueller Vorstöße. Deshalb setzt der Spendenfonds Integration auf eine gute Mischung der Förderprojekte: Sie vereinen erprobte Handlungsansätze und setzen bei verschiedenen Zielgruppen an.

Die Bandbreite der Handlungsansätze reicht von Willkommensangeboten für Flüchtlinge über Rechts- und Sozialberatung bis hin zu Demokratieförderung.
Was die Organisationen in ihrer Vielfalt vereint: Sie haben bereits erwiesenermaßen zum Integrationsprozess beigetragen – und können noch mehr erreichen.

Gefördert werden aktuell gemeinnützige Organisationen, die das PHINEO Wirkt-Siegel tragen. Bei der Auswahl der Förderprojekte wird die Expertise eines Projektbeirats aus VertreterInnen von Zivilgesellschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft einbezogen.

Hier stellen wir Ihnen die ersten sechs Organisationen und Fördervorhaben vor, die durch den Spendenfonds Integration bis Ende 2017 gefördert werden.

Können sich Organisationen für eine Förderung bewerben?

In der Pilotphase bis Ende 2017 ist eine Initiativbewerbung nicht möglich. Sobald wir eine Ausschreibung starten, informieren wir rechtzeitig auf dieser Website, via PHINEO-Newsletter sowie auf der PHINEO-Facebook-Site.

"Der Beitrag, den diese zivilgesellschaftlichen Initiativen zur Integration leisten, ist enorm. In vielen Projekten zeigt sich vorbildlich etwas, das ich uns allen wünsche: Gestaltungszuversicht!"



Verein zur Förderung der Jugendarbeit e.V. (Spielmobil Falkenflitzer)

Vorbereitung und Unterstützung einer Projekt-Skalierung

An festen Wochentagen fährt ein bunt bemaltes Spielmobil vor acht Hamburger Flüchtlingsunterkünften vor. Für die dort lebenden Kinder sind Hüpfburg, Basteln und Singen ein Kontrast zum Alltag in den beengten Sammelunterkünften. Der Falkenflitzer erreicht Kinder aus Flüchtlingsfamilien dort, wo sie wohnen – auch diejenigen, die von anderen Angeboten ausgeschlossen bleiben.

Ab dem Jahr 2017 wird das „Spielmobil Falkenflitzer“ dank einer neuen Förderung vier bis fünf statt der bisher zwei Spielmobile auf den Weg schicken. Mit weiterem Personal und der Ausweitung des Projektangebots sind auch neue Prozesse notwendig, damit die hohe Qualität der Projektarbeit erhalten bleibt. Dafür werden zwei Personalstellen aufgestockt, die mithilfe einer Organisationsberatung die Strukturen auf den Prüfstand stellen und sie weiterentwickeln. So werden neue interne Arbeitsabläufe und Teamstrukturen schon vorab auf dem Weg gebracht, damit die Verdopplung des Projektangebots reibungslos abläuft.

Förderhöhe: 80.000 Euro


An festen Wochentagen fährt ein bunt bemaltes Spielmobil vor acht Hamburger Flüchtlingsunterkünften vor. Für die dort lebenden Kinder sind Hüpfburg, Basteln und Singen ein Kontrast zum Alltag in den beengten Sammelunterkünften. Der Falkenflitzer erreicht Kinder aus Flüchtlingsfamilien dort, wo sie wohnen – auch diejenigen, die von anderen Angeboten ausgeschlossen bleiben.

Ab dem Jahr 2017 wird das „Spielmobil Falkenflitzer“ dank einer neuen Förderung vier bis fünf statt der bisher zwei Spielmobile auf den Weg schicken. Mit weiterem Personal und der Ausweitung des Projektangebots sind auch neue Prozesse notwendig, damit die hohe Qualität der Projektarbeit erhalten bleibt. Dafür werden zwei Personalstellen aufgestockt, die mithilfe einer Organisationsberatung die Strukturen auf den Prüfstand stellen und sie weiterentwickeln. So werden neue interne Arbeitsabläufe und Teamstrukturen schon vorab auf dem Weg gebracht, damit die Verdopplung des Projektangebots reibungslos abläuft.

Förderhöhe: 80.000 Euro



Kulturbüro Sachsen e.V.

Verbesserung von Transparenz und Kommunikation

Die mobilen Beratungsteams des Kulturbüros Sachsen helfen jenen, die menschenfeindliche Positionen und Handlungen nicht auf sich sitzen lassen wollen. Sie unterstützen und beraten die zahlreichen Akteure in Zivilgesellschaft, Kommunalpolitik und -verwaltung, Kirchgemeinden und Firmen, die das Ziel verfolgen, demokratische Kultur zu stärken und demokratiegefährdende Tendenzen wie Rechtsextremismus, Alltagsrassismus und Antisemitismus zu bekämpfen.

Als Organisation, die andere berät, braucht das Kulturbüro Sachsen eine gute Sichtbarkeit nach außen. Weil Geschäftsführung und Mitarbeitende mit der Projektarbeit ausgelastet sind, müssen Kommunikationsaufgaben nebenher bearbeitet werden. Zur Weiterentwicklung der Öffentlichkeitsarbeit und zum gleichzeitigen Fundraising soll deshalb eine Personalstelle für beide Bereiche geschaffen werden, die sich nach Ablauf der Förderphase selbst finanzieren kann. Auf diese Weise verbreiten sich die Erfolge des Kulturbüros und neue Zielgruppen lernen das Kulturbüro als verlässlichen, transparenten Partner für Demokratieförderung kennen.

Förderhöhe: 66.268,01 Euro


Die mobilen Beratungsteams des Kulturbüros Sachsen helfen jenen, die menschenfeindliche Positionen und Handlungen nicht auf sich sitzen lassen wollen. Sie unterstützen und beraten die zahlreichen Akteure in Zivilgesellschaft, Kommunalpolitik und -verwaltung, Kirchgemeinden und Firmen, die das Ziel verfolgen, demokratische Kultur zu stärken und demokratiegefährdende Tendenzen wie Rechtsextremismus, Alltagsrassismus und Antisemitismus zu bekämpfen.

Als Organisation, die andere berät, braucht das Kulturbüro Sachsen eine gute Sichtbarkeit nach außen. Weil Geschäftsführung und Mitarbeitende mit der Projektarbeit ausgelastet sind, müssen Kommunikationsaufgaben nebenher bearbeitet werden. Zur Weiterentwicklung der Öffentlichkeitsarbeit und zum gleichzeitigen Fundraising soll deshalb eine Personalstelle für beide Bereiche geschaffen werden, die sich nach Ablauf der Förderphase selbst finanzieren kann. Auf diese Weise verbreiten sich die Erfolge des Kulturbüros und neue Zielgruppen lernen das Kulturbüro als verlässlichen, transparenten Partner für Demokratieförderung kennen.

Förderhöhe: 66.268,01 Euro



Trägerkreis junge Flüchtlinge e.V. (SchlaU-Schule)

Professionalisierung durch Wissensmanagement und Projekt-Controlling

In der Münchner „SchlaU-Schule“ lernen junge Geflüchtete zwischen 16 und 25 individuell betreut in kleinen Klassen. Ziel ist der Mittelschulabschluss. Neben der engen sozialpädagogischen Betreuung wird auch auf die Berufsorientierung großer Wert gelegt - deshalb sind Berufspraktika für alle SchülerInnen Pflicht. Mit Erfolg: Annähernd hundert Prozent von ihnen bestehen die Abschlussprüfung, fast 90 Prozent werden danach erfolgreich vermittelt.

In den letzten Jahren ist die SchlaU-Schule enorm gewachsen. LehrerInnen und PädagogInnen haben selbst einen enormen Wissensschatz angehäuft und wünschen sich eine Möglichkeit, Wissen und Dokumente einfacher und systematischer zu teilen. Mit einem professionellen Intranet und einer verbesserten Datenverwaltung soll das Wissen über die SchülerInnen besser genutzt werden, damit diese noch individueller betreut werden können. Durch die Einführung von Controlling-Prozessen wird die Schulleitung darin unterstützt, das Schulbudget zu verwalten und effizient im Blick zu behalten.

Förderhöhe: 52.097,10 Euro


In der Münchner „SchlaU-Schule“ lernen junge Geflüchtete zwischen 16 und 25 individuell betreut in kleinen Klassen. Ziel ist der Mittelschulabschluss. Neben der engen sozialpädagogischen Betreuung wird auch auf die Berufsorientierung großer Wert gelegt - deshalb sind Berufspraktika für alle SchülerInnen Pflicht. Mit Erfolg: Annähernd hundert Prozent von ihnen bestehen die Abschlussprüfung, fast 90 Prozent werden danach erfolgreich vermittelt.

In den letzten Jahren ist die SchlaU-Schule enorm gewachsen. LehrerInnen und PädagogInnen haben selbst einen enormen Wissensschatz angehäuft und wünschen sich eine Möglichkeit, Wissen und Dokumente einfacher und systematischer zu teilen. Mit einem professionellen Intranet und einer verbesserten Datenverwaltung soll das Wissen über die SchülerInnen besser genutzt werden, damit diese noch individueller betreut werden können. Durch die Einführung von Controlling-Prozessen wird die Schulleitung darin unterstützt, das Schulbudget zu verwalten und effizient im Blick zu behalten.

Förderhöhe: 52.097,10 Euro



Refugee Law Clinic Cologne e.V.

Professionalisierung von Verwaltung, Datenschutz und Wissensmanagement durch eine Webanwendung

Kompetente Rechtsberatung ist für Geflüchtete entscheidend: Asylrecht ist komplex, der Orientierungsbedarf hoch. Die Kölner Law Clinic führt für Asylsuchende regelmäßig kostenlose juristische Sprechstunden durch. Sie helfen auch ganz praktisch, füllen Formulare aus, begleiten bei wichtigen Behördengängen und sind jederzeit ansprechbar, um Schneisen durch den Bürokratie-Dschungel zu schlagen.

Die Refugee Law Clinic nutzt zur Verwaltung ihrer Aktivitäten, zur Ablage von Mitglieder- und Mandantendaten und zum Wissensmanagement momentan veraltete Dokumente und ein schlecht nutzbares Intranet. Mit einer wachsenden Zahl von Ehrenamtlichen und betreuten Mandaten kommt dieses System schlicht an seine Grenzen. Mit der Entwicklung einer Webanwendung sollen interne Prozesse, Mitgliederdaten und Fachwissen verwaltet und für alle Ehrenamtlichen online zugänglich gemacht werden. Dank erleichterter Arbeitsprozesse bleibt mehr Zeit für qualitativ hochwertige Beratung und neue Mandate.

Förderhöhe: 35.000 Euro


Kompetente Rechtsberatung ist für Geflüchtete entscheidend: Asylrecht ist komplex, der Orientierungsbedarf hoch. Die Kölner Law Clinic führt für Asylsuchende regelmäßig kostenlose juristische Sprechstunden durch. Sie helfen auch ganz praktisch, füllen Formulare aus, begleiten bei wichtigen Behördengängen und sind jederzeit ansprechbar, um Schneisen durch den Bürokratie-Dschungel zu schlagen.

Die Refugee Law Clinic nutzt zur Verwaltung ihrer Aktivitäten, zur Ablage von Mitglieder- und Mandantendaten und zum Wissensmanagement momentan veraltete Dokumente und ein schlecht nutzbares Intranet. Mit einer wachsenden Zahl von Ehrenamtlichen und betreuten Mandaten kommt dieses System schlicht an seine Grenzen. Mit der Entwicklung einer Webanwendung sollen interne Prozesse, Mitgliederdaten und Fachwissen verwaltet und für alle Ehrenamtlichen online zugänglich gemacht werden. Dank erleichterter Arbeitsprozesse bleibt mehr Zeit für qualitativ hochwertige Beratung und neue Mandate.

Förderhöhe: 35.000 Euro



Netzwerk für Demokratie und Courage e.V.

Qualitätssicherung und Prozessoptimierung der Arbeit des NDC durch digitale Tools

Das Netzwerk für Demokratie und Courage engagiert sich in 11 Bundesländern mit jährlich 2.000 Schulungen präventiv gegen Vorurteile und Diskriminierung. In Projekttagen an Schulen setzen sich junge Menschen oft zum ersten Mal bewusst mit ihren Vorurteilen auseinander und denken über Rassismus und Diskriminierung nach. Außerdem lernen sie, wie couragiertes Handeln im Alltag aussehen kann.

Als bundesweite und stark ehrenamtlich geprägte Organisation stößt das Netzwerk für Demokratie und Courage mit seiner Vielzahl entwickelter Bildungskonzepte an ihre Grenzen im Bereich der Arbeitsorganisation und Wissensweitergabe. Ein digitales Arbeitsinstrument soll die aufwendige Koordination zwischen der Bundesgeschäftsstelle, den Landessnetzstellen und den Ehrenamtlichen vereinfachen und die gleichbleibende Qualität der Projektarbeit sichern. Da die Jugendlichen heute vor allem digital kommunizieren, will das Netzwerk einen Teil seiner Projektmodule digitalisieren und die Brücke in diese Lebenswelt schlagen.

Förderhöhe: 75.452,50 Euro


Das Netzwerk für Demokratie und Courage engagiert sich in 11 Bundesländern mit jährlich 2.000 Schulungen präventiv gegen Vorurteile und Diskriminierung. In Projekttagen an Schulen setzen sich junge Menschen oft zum ersten Mal bewusst mit ihren Vorurteilen auseinander und denken über Rassismus und Diskriminierung nach. Außerdem lernen sie, wie couragiertes Handeln im Alltag aussehen kann.

Als bundesweite und stark ehrenamtlich geprägte Organisation stößt das Netzwerk für Demokratie und Courage mit seiner Vielzahl entwickelter Bildungskonzepte an ihre Grenzen im Bereich der Arbeitsorganisation und Wissensweitergabe. Ein digitales Arbeitsinstrument soll die aufwendige Koordination zwischen der Bundesgeschäftsstelle, den Landessnetzstellen und den Ehrenamtlichen vereinfachen und die gleichbleibende Qualität der Projektarbeit sichern. Da die Jugendlichen heute vor allem digital kommunizieren, will das Netzwerk einen Teil seiner Projektmodule digitalisieren und die Brücke in diese Lebenswelt schlagen.

Förderhöhe: 75.452,50 Euro



XENION Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte e.V. (AKINDA Einzelvormundschaften)

Effizientere Projektarbeit durch Entwicklung einer Datenbank

Wenn geflüchtete Kinder und Jugendliche ohne Begleitung in Deutschland ankommen, brauchen sie einen Vormund, der für sie sorgt. In der Regel tut dies ein Amtsvormund. Dieser ist für 50, in der Praxis auch bis zu 100 Mündel zuständig. Für eine persönliche Beziehung bleibt dort kaum Zeit. Das ist anders, wenn engagierte Ehrenamtliche die Vormundschaft übernehmen. AKINDA begleitet den Prozess vom Kennenlernen bis zum Ende der Vormundschaft, wenn die Jugendlichen volljährig werden. AKINDA qualifiziert Ehrenamtliche, unterstützt sie, um die Anforderungen zu bewältigen.

Der Bedarf an ehrenamtlichen Vormündern und das Interesse von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen an ehrenamtlichen Vormundschaften reißt nicht ab. Weil die Nachfrage mit den bestehenden Organisationsstrukturen und -prozessen nicht mehr adäquat zu bewältigen ist, kann der Verein die Vormundschaften nicht so zügig vermitteln, wie es notwendig wäre. Eine neu einzurichtende Datenbank soll viele bisher händisch erledigte Aufgaben ablösen und die Projektarbeit entlasten.

Förderhöhe: 52.000 Euro


Wenn geflüchtete Kinder und Jugendliche ohne Begleitung in Deutschland ankommen, brauchen sie einen Vormund, der für sie sorgt. In der Regel tut dies ein Amtsvormund. Dieser ist für 50, in der Praxis auch bis zu 100 Mündel zuständig. Für eine persönliche Beziehung bleibt dort kaum Zeit. Das ist anders, wenn engagierte Ehrenamtliche die Vormundschaft übernehmen. AKINDA begleitet den Prozess vom Kennenlernen bis zum Ende der Vormundschaft, wenn die Jugendlichen volljährig werden. AKINDA qualifiziert Ehrenamtliche, unterstützt sie, um die Anforderungen zu bewältigen.

Der Bedarf an ehrenamtlichen Vormündern und das Interesse von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen an ehrenamtlichen Vormundschaften reißt nicht ab. Weil die Nachfrage mit den bestehenden Organisationsstrukturen und -prozessen nicht mehr adäquat zu bewältigen ist, kann der Verein die Vormundschaften nicht so zügig vermitteln, wie es notwendig wäre. Eine neu einzurichtende Datenbank soll viele bisher händisch erledigte Aufgaben ablösen und die Projektarbeit entlasten.

Förderhöhe: 52.000 Euro